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Gedanken, Presse & Updates

Daily hassles: Wie ich meine Bewertungen reduziere

04.01.2015

• Boah, dieser Vollidiot...
• Wohl zu fein zum Grüßen. Die kennt mich wohl nicht mehr...
• Du meldest dich ja nie bei mir...
• Blöde Kuh – nun fahr schon weiter...
• Ich hab schon wieder was vergessen. Ich konnte kotzen.

 

Es sind selten die großen Schicksalsmomente, die uns Menschen zermürben, sondern vor allem die kleinen und großen Alltagswidrigkeiten. US-Psychologen nennen sie ‚daily hassles’. Sie reiben uns auf, entfachen ein inneres Feuer in uns.

 

Was immer wir im Alltag wahrnehmen – wir müssen es beinahe zwanghaft bewerten. Wir bewerten das Kleid der Kollegin, das Verhalten unseres Vordermannes auf der Fahrt zur Arbeit oder den neuen Partner unserer Freundin. Uns westlich geprägten Daten- und Zahlenmenschen ist es kaum möglich, ohne Bewertungen auszukommen. Wir können es kaum beim Betrachten lassen. Und so erzeugen wir regelmäßig eine Reibung in uns. Denn wenn wir permanent bewerten und mit den Erfahrungen und Normen aus unserem Leben abgleichen, dann sorgt das für eine innere Auseinandersetzung, die uns auf Dauer müde und unzufrieden macht.

 

Übung:

 

Es gibt viele Möglichkeiten für jeden von uns, nach seinem Stand der Bewusstheit zu üben, nicht alles zu bewerten. Fang doch einfach noch heute mit dieser einfachen Übung an: Werte und bewerte nicht alles. Nimm die Dinge an. Nimm sie zur Kenntnis. Vielleicht stellst du dabei ja auch fest, dass, dass jemand völlig anders ist als du. Dass er/sie etwas tut, was nicht deinen Vorstellungen oder Gefühlen entspricht. Doch du musst ihn oder sie nicht ab- oder bewerten. Verurteile Menschen nicht dafür, dass sie es zu diesem Zeitpunkt noch nicht anders können. Jeder ist eben nur soweit, wie er zu einem bestimmten Zeitpunkt ist.

 

Das gilt auch für den Umgang mit dir selbst. Versuche doch mal dich selbst zu betrachten, ohne dabei konkrete Wünsche zu haben, ohne Erwartungen zu haben oder Kommentare abzugeben. Ja, versuche tatsächlich, deinen eigenen Körper zu betrachten, ohne irgendeinen Kommentar dazu abzugeben. Kein zu dick oder zu dünn, kein 'das gefällt mir' oder 'ich hätte lieber'. Einfach nur eine wertfreie Beschreibung: Das sind meine Beine, das sind meine Haare, das ist meine Schulter, das ist mein Bart. Schwierig, nicht wahr? 

 

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Ab hier bitte nicht weiterlesen.

 

Wenn du magst, kannst du diesen Gedanken gerne teilen. Noch mehr Denkanstösse für mehr Gelassenheit gibt es in meinen neuen Buch 'how to get GELASSENHEIT'. Überall wo es Bücher gibt.

 

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14.04.2018

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