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Gedanken, Presse & Updates

PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG UND WIE SIE WIRKLICH FUNKTIONIERT.

17.03.2015

Ein Auszug aus meinem neuen Buch 'WENN ICH DAS FRÜHER GEWUSST HÄTTE':

 

Leg jetzt gedanklich bitte nicht auf. Dieses Kapitel ist zwar etwas komplexer, aber auch umso erkenntnisreicher. Echtes Lernen findet nur außerhalb unserer Komfortzone statt. Die Komfortzone ist der Ort, an dem wir uns so herrlich sicher fühlen und in dem wir alles „richtig“ machen. Nicht immer tut uns dieser Ort wirklich gut, doch wir fühlen uns dort aufgehoben. Aus diesem Grund bleiben viele Menschen in dieser Komfortzone. Dadurch bringen sie sich im Laufe ihres Lebens allerdings um wichtige Lerneffekte. Denn unsere Wünsche, Ziele, Chancen und Sehnsüchte liegen außerhalb dieser Zone, auf der anderen Seite der Straße. Erst ein „Versagen“ macht Wachstum überhaupt möglich. Es muss dir zunächst mal schlecht gehen, damit es dir gut gehen kann.

 

Zu wissen, wie die typischen Phasen eines Veränderungsprozesses verlaufen, hilft uns, unsere Situation aus der Vogelperspektive (Metaebene) zu betrachten. Mit dieser neutralen Distanz fällt es uns deutlich leichter, die einzelnen Schritte jeder Veränderung zu erleben. Alle Veränderungsprozesse folgen mehr oder weniger einem Verlauf, der 1947 erstmalig von Kurt Tsadek Lewin, einem der einflussreichsten Pioniere der Psychologie, beschrieben worden ist („Eine Einführung in sein Werk“, Beltz Verlag, 2001). Diese Phasen der inneren Veränderung laufen ab, wenn wir uns Neuem zuwenden (müssen):

 

Phase 1: Vorahnung und Sorge: Irgendetwas stimmt hier nicht?!
Du kommst immer wieder an persönliche Grenzen, drehst dich im Kreis. Möglicherweise bist du verunsichert. Du hast eine erste Vorahnung: „Eigentlich sollte ich was ändern.“

 

Phase 2: Schock – Schreck: Ich bin verwirrt ...
Du denkst diesen Satz, mit dem die Psyche für gewöhnlich auf Entsetzen re- agiert: „Das kann nicht wahr sein.“ Was eigentlich bedeutet: Das soll nicht wahr sein. Ist es aber leider. Du bist verunsichert, verwirrt oder erlebst eine gewisse Schreckstarre.

 

Phase 3: Verneinung – Verdrängung – Abwehr: Das kann doch gar nicht sein! Dem Schock folgt die Verdrängung. Du gibst jetzt gerne mal anderen die Schuld. „Die Welt ist gemein zu mir. Ausgerechnet ich soll mich ändern? Nein – das sollen besser mal die anderen tun. Ach was, die ganze Welt soll sich ändern.“ Je mehr Unsicherheit eine Veränderung mit sich zu bringen droht, umso stärker ist deine Abwehr. Wir Menschen wollen schließlich jede Situation irgendwie in den Griff bekommen und damit unsere emotionale Stabilität wiederherstellen.

 

Phase 4: Rationale Näherung/Frustration: Ja, aber ...
Du siehst die Notwendigkeit der Veränderung zwar faktisch ein, aber findest noch keine Lösung, die dich wirklich weiterbringt („Früher war alles besser!“). Der Druck wird immer größer. Du wünschst dir nichts mehr als ein baldiges Ende. Zaghafte Veränderungen an unbedeutenden Stellen bringen keinen Erfolg. Dir kommen Gedanken wie: „Veränderung ist wichtig, aber ...“ oder „Ich will ja schon ganz gerne was Neues machen, allerdings ...“.
Du bist in dieser Phase noch nicht bereit, dich wirklich zu verändern. Vieles orientiert sich nach wie vor an der Vergangenheit, du hast alte Rituale und Muster nicht losgelassen. Anders gesagt: Du versuchst, mit alten Mustern eine neue Wirklichkeit zu formen. Das gelingt natürlich so gut wie nie.

 

(Phase 5-7 ...)

 

Das komplette Kapitel und den Rest der über 200 Seiten von 'Wenn ich das früher gewusst hätte' findest Du hier: http://www.amazon.de/Wenn-ich-fr%C3%BCher-gewusst-h%C3%A4tte/dp/3709305756/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1426618925&sr=1-1&keywords=wenn+ich+das+fr%C3%BCher+gewusst+h%C3%A4tte

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