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DAS TEAM – EINE SOZIALE HÄNGEMATTE?

 

Wer nicht teamfähig ist, bekommt in der modernen Arbeitswelt kaum noch einen Job. Dabei zeigen Studien, dass Teamarbeit in vielen Fällen extrem unproduktiv macht.

 

Der französische Ingenieur Maximilian Ringelmann untersuchte vor gut 150 Jahren die Effizienz der Arbeit von Tieren, Maschinen und Menschen. Dabei fand er etwas Spannendes heraus: Je mehr Männer gleichzeitig an einer Last zogen, desto weniger Leistung zeigte jeder Einzelne. Ringelmann testete das mit einem langen Tau bei einem, sieben und vierzehn Männern. Als Ingenieur war er nicht an den Gründen für diesen Leistungsverlust interessiert. Und dennoch hatte er als Erster den Effekt des sozialen Faulenzens entdeckt. 

 

1974 wiederholte der amerikanische Sozialpsychologe Harry Ingham das Tauziehen. Allerdings wurde das Experiment leicht verändert. Die Testpersonen zogen nämlich mit verbundenen Augen. Einmal wurde ihnen vorher gesagt, dass sie in einer Gruppe zögen, und einmal, dass sie es nur für sich allein täten. Tatsächlich aber zogen sie beide Male allein. Du kannst dir das Ergebnis sicher schon denken. Wer glaubte, es ginge um Teamwork, zog deutlich schwächer. Damit war der Beweis erbracht: Menschen strengen sich in Teams weniger an. Es hat also einen wissenschaftlichen Hintergrund, wenn das Wort „Team“ zur Abkürzung für „Toll, ein anderer macht’s“ verballhornt wird. 

 

Nicht falsch verstehen: Teamarbeit ist natürlich dennoch eine wichtige Form des modernen Arbeitslebens. Doch es ist ebenso wichtig, dass jeder einen klaren Aufgabenbereich hat, für den man die Einzelleistung auch messen kann. Wer aber in zu großen Teams kein erkennbares Gesicht mehr hat, lässt seine Arbeit eher schleifen. Das wurde in unterschiedlichen Studien ganz eindeutig belegt.

Übrigens: In der Gruppe halten sich die meisten Menschen nicht nur mit Leistung zurück, sondern auch mit dem Übernehmen von Verantwortung. In der Psychologie nennt man das „Verantwortungsdiffusion“. 

 

FAZIT 

Faulenzen ist eine Form des Gruppenbetrugs, die jeder von uns kennt. Ist die Leistung eines Einzelnen nicht direkt sichtbar, legt sich die Gruppe in die soziale Hängematte. Motto: Warum denn die ganze Kraft investieren, wenn es auch mit deutlich weniger Einsatz geht? 

 

Auszug aus Patrick Lynen's Bestseller WENN ICH DAS FRÜHER GEWUSST HÄTTE, im Juli 2015 von Managerseminare.de als 'Buch des Monats' empfohlen. Alle 111 Kapitel gibt es hier zu lesen: 

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14.04.2018

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