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Gedanken, Presse & Updates

WARUM IM RADIO IMMER DIE GLEICHEN HITS LAUFEN.

 

Die gesamte James-Bond-Reihe funktioniert nach einem äußerst vorhersehbaren Muster: Starker Mann liebt schöne Frauen, entkommt seinen zahlreichen Verfolgern – und rettet mal eben die Welt. Langweilig wird die Bond-Reihe trotzdem nicht. Menschen lieben Wiederholungen. Wiederholungen. Wiederholungen. Schon im Kindesalter war das so. Mama und Papa konnten uns stets die gleiche Geschichte vorlesen; sie wurde nicht langweilig.

Der amerikanische Psychologe Robert Boleslaw Zajonc hat dieses Phänomen schon vor rund 50 Jahren beschrieben. Wenn wir etwas häufiger sehen, hören, schmecken oder riechen, bewerten wir es eindeutig positiver.


Und so kaufen wir im Supermarkt das gelernte Markenprodukt – weil es einen „besseren Eindruck“ macht. Wir lesen im Wartezimmer den Klatsch über Promis – weil sie uns so angenehm vertraut erscheinen. Und wir pfeifen den Superhit aus den 80ern auch nach der zwanzigsten Wiederholung noch immer mit.

 

Warum eigentlich? Was uns vertraut ist, mögen wir. Neurowissenschaftliche Studien zeigen, dass es sich auf den „Trampelpfaden“ im Gehirn besonders gut läuft. Ein neuer Pfad wird nicht angelegt, solange ein älterer vorhanden ist. Es liegt eine nutzbare Erfahrung vor, die wir nicht in Frage stellen möchten. Und so greifen wir lieber auf Bekanntes zurück. Das hat die Evolution ganz tief in uns verankert, denn unsere Vorfahren haben die Erfahrung gemacht: Wenn ich etwas antreffe und es verspeist mich nicht, dann darf ich mich auch beim nächsten Mal in Sicherheit wiegen.

 

Veränderungen sind deswegen nur dann nachhaltig, wenn du sie zur Routine werden lässt. Wenn du also Übungen, Abläufe und Verhaltensweisen wiederholst, wodurch sich im Kopf neue Vernetzungen, also Lernmuster bilden. Was wir mehrfach gedacht oder ausprobiert haben, das gräbt sich tiefer in unsere neuronalen Netzwerke ein.

 

Wiederholung sorgt für Verankerung. Wiederholung ist gut. Wiederholung sorgt für Verankerung. Wiederholung ist gut. Wiederholung sorgt für Verankerung. Wiederholung ist gut.

 

Wiederholen wir etwas oft genug, machen wir es unserem Hirn sehr viel leichter, es wieder abzurufen. Für den Alltag könnte das bedeuten: Geh nicht davon aus, dass deine Botschaften sofort ankommen. Weil du sie irgendwo gehört, weiterentwickelt, zu Ende gedacht, zu Papier gebracht und dann verkündet hast, ist deine persönliche Wiederholungsrate längst eingebaut. Doch Freunde, Mitarbeiter oder Kollegen hören sie womöglich zum allerersten Mal. Ganz sicher haben sie deine Botschaft vernommen, vielleicht sogar verstanden. Doch eben nicht mehr. Willst du deiner Botschaft eine Kraft geben, wiederhole sie gegenüber dem Team. Immer und immer wieder. Denn Worte sind sehr flüchtig. Die Empfänger der Botschaft müssen ihr Gehirn erst mühsam anders vernetzen. 

 

FAZIT

Zentrale Impulse brauchen Wiederholung. Egal, ob es um deine persönliche Entwicklung oder um Botschaften an andere geht – und unabhängig von intellektuellen Fähigkeiten. Wer etwas Neues ausprobieren, verkaufen oder schlicht kommunizieren möchte, sollte eine Wiederholungsrate einbauen. Es sei denn, die Person hat an etwas irre viel Spaß. Dann muss sie es nicht so häufig wiederholen. Denn dann saugt das Gehirn die Infos auf wie ein Schwamm.

 

Du möchtest die weiteren 110 Kapitel des Buches auch noch lesen? Ok, gar kein Problem! Das geht hier: http://www.amazon.de/Wenn-ich-fr%C3%BCher-gewusst-h%C3%A4tte/dp/3709305756/ref=pd_bxgy_14_img_y

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14.04.2018

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