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Lynen von A-Z...

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Gedanken, Presse & Updates

EIN EINZIGES WORT ...

11.12.2015

 

 

Ich wünsche jedem Menschen, dass er von den genial-einfachen Erkenntnissen der modernen Kommunikationswissenschaft profitieren kann. Hier kommt eine der besten:

 

Jede unserer Aussagen enthält mehrere Botschaften – gleichzeitig. In jedem Gespräch wird nicht nur die wortwörtlich formulierte Botschaft übermittelt, sondern auch all das, was nicht direkt ausgesprochen wurde. Im Austausch zwischen Sender und Empfänger einer Botschaft stecken also immer mehrere Ebenen. Die können die Wirkung einer Botschaft verstärken, abschwächen oder gar ins Gegenteil verwandeln.

 

Die Sache mit den vier Mündern und vier Ohren ist eine zentrale Erkenntnis der Kommunikationswissenschaft. Der Psychologe Prof. Dr. Friedemann Schulz von Thun, Autor der drei sehr beliebten Bände „Miteinander reden“, hat diese Erkenntnis geprägt. Jeder Mensch spricht tatsächlich mit vier „Mündern“. Und sein Gegenüber hört mit vier „Ohren“ zu. Wir sprechen und hören bei jedem Kontakt zu einem anderen Menschen also tatsächlich auf vier verschiedene Weisen, kommunizieren auf vier verschiedenen Ebenen.

 

• Sachinhalt (Worum geht es?)
• Selbstoffenbarung (Was sagt die Nachricht über dich aus?)

• Beziehungsebene (Wie stehst du zum Empfänger?)
• Appell (Wozu willst du dein Gegenüber veranlassen?)

 

Wenn du zuhörst, achtest du bei der Nachricht deines Gesprächspartners stets auf vier Aspekte:

 

Welche Fakten hat er/sie zu bieten? Welche nutzbaren Informationen hat die Person für mich und mein (Über-)Leben? Was habe ich davon?

 

Wie schätze ich den anderen als Person ein? Wie tickt mein Gegenüber? Droht mir Gefahr? Muss ich aktiv werden, um mich zu schützen?

 

In welcher Beziehung steht er/sie zu mir? Mag er/sie mich? Kann ich ihm/ihr vertrauen?

 

Was möchte die Person konkret von mir? (ausgesprochene oder nicht ausgesprochene Appelle)

Zur besseren Übersichtlichkeit beides nochmal in einer kleinen Tabelle:

Kommunikationsforscher Friedemann Schulz von Thun erläutert sein Vier-Ohren-Münder-Modell anhand eines simplen Fallbeispiels:

 

Ein Ehepaar steht vor einer roten Ampel und wartet auf die Grünphase. Sie fährt das Auto, er sitzt auf dem Beifahrersitz. Die Ampel wird plötzlich grün, was sie nicht sogleich bemerkt. Er kommentiert das sofort in gereizter und herablassender Weise mit einem einzigen Wort: „Grüüüüün!“

 

Der Sachinhalt ist klar: „Die Ampel ist grün.“ (Mund/Ohr 1)


Der Appell lautet: „Fahr endlich los!“ (Mund/Ohr 2)


Die gelebte Beziehungsebene des Ehepaares wird für diese Situation binnen einer Sekunde deutlich (Mund/Ohr 3).

 

Die Selbstoffenbarung des Ehemannes könnte lauten: „Ich bin genervt und na- türlich der bessere Fahrer.“ Bzw. „Du kannst das nicht (richtig).“ Oder auch: „Ich habe es mal wieder zuerst gesehen.“ (Mund/Ohr 4).

 

Du wirst möglicherweise noch eigene, weitere Interpretationsmöglichkeiten finden. Die vier Ebenen sind stets aktiv. Die Erkenntnisse von Friedemann Schulz von Thun sind in nahezu jedem Gespräch nutzbar. Hinterfrage auf diese Weise doch mal Stresssituationen in deinen bisherigen Beziehungen oder warum die Kommunikation mit deinen Führungskräften oder Kollegen nicht funktioniert. Das Modell von Schulz von Thun kann dir einen wertvollen Aufschluss darüber geben.

 

FAZIT

Wenn du sprichst, hat deine Botschaft stets vier Aspekte.
Es ist schon beeindruckend, dass wir Menschen uns trotz der Vieldeutigkeit unserer Aussagen im Alltag dennoch meistens verstehen.

 

110 weitere kluge Erkenntnisse für den ganz normalen Alltag gibt es hier: http://www.amazon.de/Wenn-ich-fr-her-gewusst-h-tte-ebook/dp/B00TPQS7NM/ref=tmm_kin_swatch_0?_encoding=UTF8&qid=&sr=

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