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Lynen von A-Z...

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Gedanken, Presse & Updates

Nimm die Menschen, wie sie sind...

04.07.2016

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Große Hunde begegnen ihren kleineren Artgenossen für gewöhnlich mit Souveränität. Kleine Hunde werden eher zu Angstbeißern. Bei uns Menschen ist das nicht wesentlich anders. Die Erfahrungen unserer Vergangenheit bestimmen, ob jemand unter Druck ausrastet oder souverän bleibt. Ängstliche Menschen verhalten sich anders als Mutige. So ist das Leben manchmal wie ein Comic: Asterix und die Römer, Micky und die Panzerknacker, Batman und der Joker.

 

Unser gesamtes Dasein bewegt sich zwischen solchen Extremen, von der Geburt bis zum Sterbebett. Wärme und Kälte, Trauer und Freude, Erfolg und Misserfolg, Krieg und Frieden, Liebe und Hass. Gäbe es keine Kriminellen, bräuchten wir keine Polizisten. Oder nehmen wir die sogenannten Zahlenmenschen und die Kreativen. Zwei vermeintlich unvereinbare Welten. Diese Spannung treibt uns alle an. Aus Reibung und Fehlern lernen wir. Unterschiede sind es, die uns lebendig sein lassen.

 

In Anlehnung an die Kommunikationsstile nach Friedemann Schulz von Thun möchte ich verdeutlichen, wie klischeeartig wir uns oft ein ganzes Leben lang verhalten. Vielleicht bekommst du so ein Gefühl dafür, welche Verhaltensmuster du für gewöhnlich bedienst. Natürlich verkörpert kaum jemand ausschließlich einen einzigen dieser Stile. Diese Betrachtungsweise wäre zu einfach. Denn auch, wer tagsüber im Job den unnahbaren Gewaltbolzen gibt, verhält wird sich abends in der Rolle des Familienvaters nicht zwangsläufig nach demselben Muster. Wir alle agieren im Leben je nach Rolle, Kontext und Umgebung sehr unterschiedlich.

 

Die Bedürftigen

„Wie soll ich das bloß alleine hinbekommen? Kannst Du bitte mal helfen...?“

 

Der Bedürftig-Abhängige demonstriert vor allem seine Hilflosigkeit, traut seinem Gegenüber generell mehr zu als sich selbst. Er belagert gerne Menschen, die ihm schon mal geholfen haben – und dann quengelt er so lange, bis ihm abermals geholfen wird. Dabei würde er die Aufgabe auch alleine schaffen.

 

Der bedürftig-abhängige Kommunikationsstil lässt auf mangelndes Selbstbewusstsein schließen, das sich durch eine überbehütete Kindheit entwickelt haben kann. Vermutlich wurde der Bedürftig-Abhängige als Kind stark in seiner eigenen Persönlichkeitsentwicklung eingeschränkt.

 

Falls du bemerkst, dass du oft in dieser Form mit anderen kommunizierst, solltest du lernen, dir selbst mehr zuzutrauen, bevor du andere um Hilfe bittest. Probiere Dinge aus und geh doch mal an die Grenzen dessen, was du dir bisher zugetraut hast.

 

Die Helfenden

„Ich möchte dich sooo gerne unterstützen!“

 

Wer im helfenden Stil kommuniziert, will besonders belastbar und kompetent erscheinen und bietet daher gerne seine Hilfe an (‚Helfersyndrom’). Motto: „Schaut her, ich bin stark wie ein Baum und kann euch selbstverständlich allen als Stütze dienen.“ Helfende üben eine beinahe magische Anziehung auf jene Menschen aus, die Hilfe suchen. Wenn ein Helfender um Hilfe gebeten wird, fühlt er sich bedeutsam. Er hat vermeintlich alles im Griff und ist stets für andere da. ‚Nein’ sagen – das macht der Helfende so gut wie nie.

 

Keiner würde im ersten Augenblick vermuten, dass ein Helfender vor allem seine Ängste und Schwächen verbergen oder von den eigenen Problemen ablenken möchte. Doch manchmal merkt man, dass selbst der vermeintlich starke Helfer an seine Grenzen stößt. Dann ist er überraschend gereizt. Kein Wunder. Denn Helfer gehen regelmäßig bis ans Ende ihrer Kräfte. Sie sind deshalb prädestiniert für psychosomatische Probleme oder Krankheiten.

 

Falls du ein Helfer bist, solltest du versuchen, öfter mal über deine eigenen Schwächen zu sprechen. ‚Nein’ sagen kann eine echte Weiterentwicklung der Persönlichkeit sein. Du kannst und musst nicht allen helfen.

 

Die Selbstlosen

„Ich kann ein bisschen mehr (er)tragen...“

 

(...) 

 

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Dies ist nur kurzer Auszug aus dem Buch "Wenn ich das früher gewußt hätte...". Du möchtest weiterlesen? Ok, kein Problem! Das geht hier: 

 

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